Energie sparen
Strom sparen und somit Energieressourcen schonen um jeden Preis? Das muss
nicht sein. Man kann Energie sparen ohne auf Komfort zu verzichten. Energien
sparen muss nicht auf Kosten des Wohlempfindens geschehen.
Kühlschrank in Urlaub schicken, oder abschaffen! Wenn Sie länger weg sind,
ziehen Sie am besten den Stecker und bringen Sie Überbleibsel zum Nachbarn (das
lässt sich auch mit dem Abtauen verbinden). Wer nur kleine Mengen aufbewahrt,
kommt auch ganz ohne Kühlschrank aus: Alt bewährt ist die Aufbewahrung von
Lebensmitteln im Tontopf.
Nicht vorheizen und die Nachwärme nutzen! Auch wenn es auf der Packung oder im
Rezept steht - meist ist das Vorheizen unnötig (Ausnahme: empfindliche Teige).
Und wenn Sie Backofen und Herd schon ein paar Minuten vor Ende der Garzeit
ausschalten, nutzen Sie - ohne Stromverbrauch - die Nachwärme.
Ein Deckel auf dem Topf senkt den Energieverbrauch auf ein Viertel. Und die
Vorfreude steigt, wenn man nicht so oft reinschaut. Noch besser sind
Schnellkochtöpfe, sie sparen noch einmal 50 Prozent Energie.
Am effizientesten bringen Schnellkocher oder Tauchsieder Wasser zum Kochen.
Deshalb lohnt es, Nudel- oder Knödelwasser vorzukochen und dann in den Topf zu
füllen.
Auf dichte Türen achten! Wenn sich eine Eisschicht gebildet hat, steigt der
Stromverbrauch stark an. Eis- und Reifbildung in Kühl- oder Gefrierschrank
verrät undichte Türen. Also ab und zu die Dichtungen prüfen.
Zum Lüften Heizung ausdrehen und Fenster weit öffnen. Die Luft wird getauscht,
die Wände bleiben warm. Nie bei laufender Heizung Fenster kippen!
Falls in unbeheizten Räumen, zum Beispiel im Keller, Heizungsrohre nicht
isoliert sind - holen Sie es nach.
Besitzen Sie eine eigene Heizung, lassen Sie mal die Umwälzpumpe überprüfen.
Moderne Pumpen verbrauchen viel weniger. Außerdem: Heizung regelmäßig entlüften!
Jedes Grad weniger spart rund sechs Prozent Heizenergie! Für ein gesundes
Raumklima reichen in Wohnräumen 18-20°C, in der Küche 16-18°C, im Kinderzimmer
20°C, auf Fluren 15°C.
Programmierbaren Thermostaten anbringen!
Er regelt die Temperatur nach Wunsch: tagsüber runter, abends rauf, nachts
wieder runter.
Zum Wäschetrocknen Wind und Sonne nutzen!
Wäschetrockner zählen zu den größten Stromfressern im Haus. Ihre Verbannung aus
einem Vier-Personen-Haushalt spart etwa 480 Kilowattstunden oder 80 Euro im
Jahr. Wäsche also lieber aufhängen!
Energiesparlampen nutzen!
Sie sparen etwa 80 Prozent Strom und eignen sich vor allem für Lichter, die
lange brennen - häufiges An- und Ausschalten tut ihnen nicht gut. Weil
Energiesparlampen Quecksilber enthalten, gehören sie übrigens nicht in den
normalen Müll.
Herkömmliche Glühbirnen in WC und Keller verbannen!
Edison in Ehren, herkömmliche Birnen sind extrem ineffizient: 90 Prozent der
Energie verpufft als Wärme. Am sinnvollsten sind sie da, wo das Licht kurz
brennt und oft ein- und ausgeschaltet wird, zum Beispiel im WC.
Stecker ziehen oder Steckdosenleiste mit Netzschalter kaufen!
Allein der Stand-by-Betrieb von HiFi-Anlage, Fernseher und Videorekorder kostet
Sie jährlich 30 Euro. Zwei deutsche AKWs laufen nur, um die unnötigen
Stand-by-Verluste zu decken. Wenn Sie mehrere Geräte an einen Steckdosenleiste
anschließen, genügt ein Knopfdruck zum Abschalten.
Auch das Ladegerät für ein Handy verbraucht Strom, wenn es angesteckt bleibt. Nehmen Sie es vom Netz wenn das Handy geladen ist.
Diesen Tipp sollten Sie für alle Ladegeräte annehmen.
70 Prozent der Energie schluckt der Computer auch dann, wenn gar nicht daran
gearbeitet wird. Am Besten schon bei kürzeren Arbeitspausen abschalten!
Außerdem: Hochgezüchtete Computer sind Stromfresser, Flachbildschirme allerdings
sparsamer als Bildröhren.
Am besten mit Spar- Duschkopf! Die Warmwasserbereitung schluckt - nach dem
Heizen - im Haushalt die meiste Energie. Nicht so oft baden! Sparduschköpfe
senken den Wasserverbrauch um 50 Prozent. Beim Einseifen die Dusche abstellen!
Kochwäsche und Vorwaschgang sein lassen! Die meisten Krankheitserreger sterben
schon bei 60 Grad ab - und gegenüber dem Kochwaschgang wird die Hälfte des
Stroms gespart! Meist reichen aber 30 oder 40 Grad. Den Vorwaschgang kann man
sich sparen.
Waschmaschine immer voll machen! Eine nur mit einer Socke gefüllte Waschmaschine
verbraucht genauso viel wie eine volle. Einige Modelle sind mit einem
1/2-Sparprogramm für halbe Füllungen ausgestattet, der den Verbrauch immerhin um
ein Drittel senkt aber nicht um die Hälfte. Bei größeren Mengen sollten Sie an
die Anschaffung einer größeren Waschmaschine denken, eine 7 oder 8 KG
Waschmaschine schluckt nur geringfügig bis gar keine Energie mehr.
Telefone, Rasierapparate und elektrische Zahnbürsten mit direktem Netzanschluss
verbrauchen deutlich weniger Strom als Akku-Geräte!
Eine gute Wärmedämmung von Außenwänden, Dachboden und Keller kann mehr als die
Hälfte der Heizkosten sparen. Neue Isolierfenster dämmen bis zu vier mal besser
als noch vor wenigen Jahren. Die kleine Lösung: Bringen Sie hinter Heizkörpern
Dämmplatten oder -folien an.
Wer zum Brötchen aufbacken nicht den Backofen, sondern den Brötchenaufsatz des
Toasters verwendet, spart rund 70 Prozent Energie.
Das Auftauen in der Mikrowelle verbraucht unnötig Energie - also Gefrorenes
frühzeitig rauslegen.
Der Klassiker unter den Energiespartipps! Etwa ein Zehntel des Stromverbrauchs
geht aufs Konto der Beleuchtung. Also: Der letzte macht das Licht aus!
