In einer Welt, in der man nur noch lebt…

Getreu nach einem Lied der Toten Hosen:“In einer Welt, in der man nur noch lebt, damit man täglich robotten geht.“ stell ich mir immer wieder die Frage, ob unser Leben auf dieser Welt sich nur noch um Arbeit dreht? Diese Textstelle stammt von dem Lied: Hier kommt Alex von dem Album: Ein kleines Bisschen Horrorshow.

Die Texte auf diesem und auf allen anderen Alben der Toten Hosen haben immer etwas wahres an sich. Ich möchte aber in diesem Fall auf das Thema Arbeit eingehen.

Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die während der Arbeit volle Konzentration auf die zu erledigenden Dinge einsetzen. So schaffe ich in den 8 Stunden pro Tag mindestens 100% manchmal sogar mehr, wenn mein E-Lan-Empfang auf höchster Stufe steht. Natürlich habe auch ich mal schlechte Tage, aber wer hat das nicht? Als CNC-Fräser und Programmierer ist es manchmal so, das man mehrere Maschinen am laufen hat und somit noch viel mehr als 100%, 110% oder 130% leisten kann. Wenn ich 3 Maschinen mit Laufzeit bediene ist es aber trotzdem nicht so, dass man 300% leistet, da die Laufzeiten wohl eher nicht so passen, das nicht doch mal eine Maschine für einen Moment steht. Wenn ich einfach mal sage, jede Maschine läuft zu 75%, so sind wir bei insgesamt 225%, was schon eine hohe Leistung darstellt.

Aber selbst hier gibt es Genossen, die von 8 anwesenden Stunden 3 Stunden effektiv arbeiten, aber auf ihrem Stundenzettel nur 4 Stunden aufschreiben. Wenn diese Leute dann Überstunden machen, werden sie bei den Vorgesetzten hoch angesehen, was ich sehr bedenklich finde. Leider sehen die meisten Vorgesetzten nur die Mehrleistung in Form von Mehrarbeit nach der regulären Zeit oder am Wochenende.

Wer aber seine 8 Stunden Zeit nutzt und in dieser Zeit seine Arbeit schafft, wird komisch angesehen, wenn er/sie pünktlich nach Hause geht mit einem Gefühl, was geschafft zu haben.

Respekt und Macht
Respekt hat nichts mit Macht zu tun.

Ich plädiere an die Arbeitgeber, mal etwas genauer zu schauen und mehr Respekt vor den Mitarbeitern zu zeigen. Das Wichtigste sollte nicht die Arbeit sein oder andere reich zu machen sondern die eigene Familie. Geld kommt, Geld geht, aber die Zeit kennt nur eine Richtung.

Geld und Zeit
Zeit kennt nur eine Richtung…

Es gibt viele Ansätze, die Zeit die man hat besser zu gestalten als mit Arbeit. Was wäre z.B. wenn man nicht 40 Stunden pro Woche arbeitet sondern nur 30? Ich stelle mir das so vor: Die fehlenden 10 Stunden könnte man unter Arbeitslosen verteilen oder die jenigen, die dank Maßnahmen nur aus der Statistik gefallen sind. Wenn also alle nur 30 Stunden arbeiten, haben sie mehr Zeit, das verdiente Geld auszugeben, was das Bruttosozialprodukt steigen lässt. Überheblich gesagt, wenn es also keine Arbeitslosen mehr gibt und somit auch kein ALG I oder II bezahlt werden muss, kann dieses Geld in Fortbildung gesteckt werden und die Steuern könnten gesenkt werden, da man ja nicht mehr so viel Geld als Staat ausgeben muss.

Ein weiterer Ansatz ist das bedingungslose Grundeinkommen, welches laut mein-grundeinkommen.de billiger für den Staat wäre als Arbeitslosengeld und andere Sozialleistungen.

Es gibt also genug Ideen, das Leben lebenswert zu machen und seine Freizeit frei zu gestalten.

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